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  • Mika mit einer der Kameras

    Mika mit einer der Kameras

  • Ganz schön viel Personal für eine kleine Kamera...

    Ganz schön viel Personal für eine kleine Kamera...

  • Cédric kümmert isch um den Ton

    Cédric kümmert isch um den Ton

  • Dreharbeiten der einen Gruppe

    Dreharbeiten der einen Gruppe

  • Dreharbeiten der anderen Gruppe

    Dreharbeiten der anderen Gruppe

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Einsatz am Set! 2011

27. Juli 2011

Volker Volker

Zum zweiten Mal fand im Rahmen des Wädenswiler Ferienpasses der "Einsatz am Set!" statt. Dieses Jahr am 27. Juli.

Da wir die Statistenszenen wider Erwarten in der ersten Ferienwoche hatten drehen müssen, konnten die TeilnehmerInnen ihren Einsatz leider nicht wie geplant am Set von "Face Me" leisten. Dafür durften sie zusammen mit den WädiWOODlern ihre eigenen Kurzfilmchen drehen.

Nach der Begrüssung und einer kleinen Einführung erhielten die Kinder die Gelegenheit, an vier Posten einiges über die Grundlagen der Arbeit beim Film zu erfahren.

Bei René ging es um die Grundlagen des Schauspiels. Denn wenn der Zuschauer den Darstellern die Rolle nicht abnimmt, hat der Film einen schweren Stand. Dass bei der Vorbereitung auch Dinge wichtig sind, die im Film gar nicht direkt vorkommen ist schon gewöhnungsbedürftig. Aber ein Schauspieler muss auch bereit sein, sich vor der Kamera total zum Affen zu machen - auch wenn das oft ganz schön Überwindung kostet.

Was ist eigentlich das Wichtigste an einem Film? Die Darsteller? Nicht wirklich. Denn ohne die kann man sehr wohl einen Film drehen. Aber ohne Kamera entsteht kein Film (mal abgesehen von Animationsfilmen). Die sorgt nämlich dafür, dass die Bilder aufgenommen werden. Die Kamera macht aber noch mehr: Sie ist auch ein wichtiges Mittel beim Erzählen. Schon eine leichte Veränderung der Perspektive nämlich kann dem Zuschauer z.B. vermitteln, welche von zwei gleichwertigen Personen mächtiger ist.

Grade im Spielfilm ist der Ton fast gleich wichtig wie das Bild. Denn nur wenn der Zuschauer die Darsteller versteht, kann er dem Film wirklich gut folgen. Und da die Schauspieler am Drehort fast immer besser in der Rolle sind als wenn später im Studio der Text nachgesprochen wird, muss alles dran gesetzt werden, den Originalton möglichst optimal aufzuzeichnen. Wie man das macht erfuhren die Kinder von Nadine.

Der vierte Posten war sozusagen die Verbindung zum Nachmittag: Neben einer Einführung in die Aufgaben am Set und beim Film ganz allgemein, erfuhren die Teilnehmenden am Beispiel eines Hais, wie ein Film aufgebaut ist, oder auch funktioniert. Denn der erste Teil eines Hais muss das Opfer packen, genau wie der Film den Zuschauer. Im Hauptteil wird verdaut, der Held kämpft gegen die Bösen. Und dann kommt die Schwanzflosse, das Ende. Basierend darauf entstanden dann auch schon erste Ideen für die Filme.

Erst war aber Zmittag angesagt. Schon traditionell gab's Würste vom Grill (Vielen Dank, Markus!). Unser Vielfrass vom letzten Jahr egalisierte seine Marke, diesmal aber ohne Bauchweh.. ;-)

Bevor dann die Dreharbeiten beginnen konnten, mussten die Gruppen ihre Ideen noch konkretisieren. Denn Planung ist etwas vom Wichtigsten, wenn man einigermassen zügig drehen können will. Bei so kleinen Projekten spielt das zwar keine so grosse Rolle, für grössere Produktionen ist es unabdingbar. Nur schon, weil sonst plötzlich wichtige Requisiten fehlen, die Darsteller das falsche Kostüm anhaben, oder auch nur eine Uhr die falsche Zeit anzeigt.

Und dann konnte endlich gedreht werden! Und das war gar nicht so einfach wie es mal ausgesehen hatte...

Eine Szene wird nämlich nicht einfach einmal gespielt und dabei aufgezeichnet. Nein, das passiert mehrfach. Und zwar mehrfach für jede der Kameraeinstellungen, die man haben will. Und dann müssen die Darsteller auch noch alles richtig und überzeugend spielen. Mal abgesehen davon, dass das Mikrofon nicht im Bild zu sehen sein darf... So kommt schnell ein Dutzend sogenannter Takes zu Stande. Aber es macht auch viel Spass, die Vorstellung in die Tat umzusetzen!

So entstand an diesem Nachmittag das Rohmaterial für vier kleine Filmchen. Leider hat die Nachbearbeitung, also unter anderem Schnitt und Vertonung, an diesem Tag keinen Platz mehr gehabt. Inzwischen sind die Clips fertig nachbearbeitet und in der "Einsatz am Set!"-Galerie zum Anschauen bereit. (Vielen Dank an Cédric, Fabio, Pascal und Thomas, die bei der Nachbearbeitung mitgearbeitet haben!)

In der abschliessenden Feedbackrunde zeigten sich alle begeistert von diesem intensiven und spannenden Einblick in die Arbeit beim Film. Ob wir einige von ihnen nächstes Jahr wieder beim "Einsatz am Set!" begrüssen dürfen?

Wir danken allen, die am Erfolg des Tages beteiligt waren. Besonders natürlich den FerienpässlerInnen: Anik, Cédric, Destiny, Jannik, Kim, Lars, Lisa, Mika, Raphael, Sascha, Sergio, Valentin und Zofia