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Einsatz am Set! - Unser Ferienpassprogramm
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  • Die Crew für den Tag - abgesehen vom Fotografen

    Die Crew für den Tag - abgesehen vom Fotografen

  • So kann man die Rollenverteilung auch angehen: Schere, Stein, Papier

    So kann man die Rollenverteilung auch angehen: Schere, Stein, Papier

  • Welcher der Ringe passt am besten zur Geschichte?

    Welcher der Ringe passt am besten zur Geschichte?

  • Es kann losgehen! So ist der Boom gemütlich zu halten

    Es kann losgehen! So ist der Boom gemütlich zu halten

  • Kamera mit Kamerakind

    Kamera mit Kamerakind

  • Eine oft unterschätzte Aufgabe: Der Mann am Tonrekorder

    Eine oft unterschätzte Aufgabe: Der Mann am Tonrekorder

  • Den Boom längere Zeit so zu halten ist heftig anstrengend

    Den Boom längere Zeit so zu halten ist heftig anstrengend

  • Gleich startet die Kamera!

    Gleich startet die Kamera!

  • Die Killerklappe hat es auch auf unsere Gäste angesehen...

    Die Killerklappe hat es auch auf unsere Gäste angesehen...

  • Die Klappenbedienung als gymnastische Einlage. Kann man machen, ist aber nicht nötig

    Die Klappenbedienung als gymnastische Einlage. Kann man machen, ist aber nicht nötig

  • Schauspieltraining: Was passiert an der Bushaltestelle?

    Schauspieltraining: Was passiert an der Bushaltestelle?

  • Zvieri, und ganz allgemein Futter, sind bei Dreharbeiten unverzichtbar

    Zvieri, und ganz allgemein Futter, sind bei Dreharbeiten unverzichtbar

  • Der Schnitt entsteht

  • Sieht nicht nur kompliziert aus, sondern ist es auch: Effektarbeit und Farbabstimmung im Effektprogramm

    Sieht nicht nur kompliziert aus, sondern ist es auch: Effektarbeit und Farbabstimmung im Effektprogramm

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Einsatz am Set

07. August 2018

Volker Volker

Dank der geringen Anzahl der Anmeldungen konnten wir unser Programm für einen Ferienpasstag sehr aufwändig gestalten. Nach der Vorstellungsrunde und einem kurzen Überblick über den Tag ging's daran, eine Geschichte für den kleinen Film zusammenzusetzen. Da wir auch ein paar Effekte einbauen wollten, starteten wir aber nicht auf der sprichwörtlichen grünen Wiese, sondern mit diversen Puzzleteilen. Aus diesen konnten unsere Gäste auswählen und dann die Story ausgestalten.

Selbst mit dieser Hilfe war das gar nicht so einfach, denn der Film musste kurz bleiben, damit wir eine Chance haben würden, ihn noch am Vormittag komplett zu drehen. So mussten einige tolle Ideen verworfen werden. Und auch das Wetter hatte ein Wörtchen mitzureden: Damit wir mit der Technik nicht im Regen stehen müssen würden, musste die Verfolgungsjagd unter dem Dach Platz haben.

Die Rollen- und Aufgabenverteilung war wie üblich ebenfalls nicht nur einfach. Wenn es in einem unserer "richtigen" Projekte mehre Bewerber für eine Rolle gibt, erfolgt die Auswahl darüber, wer am besten zur Rolle passt. Dabei spielen unter anderem die schauspielerischen Fähigkeiten, das Aussehen und gegebenenfalls die Fitness eine Rolle. Für diesen Clip war das nicht nötig, und so einigten sich die beiden Bewerber schliesslich mit "Schere, Stein, Papier".

Die Dreharbeiten sind für unsere Gäste meistens ganz anders als sie es sich vorgestellt haben. Klar, es macht viel Spass, besonders wenn Action, wie diesmal die Verfolgungsjagd, ansteht. Andererseits muss jede Szene aus mehreren Perspektiven gedreht werden, und dies jeweils einige Male. Und dabei soll man sich auch noch immer gleich bewegen! Das ist ganz schön anstrengend, und - vor allem wenn man es das erste Mal erlebt - auch nervig.

Die Technikcrew hat nur scheinbar den Schoggijob. Denn auch Kamera, Ton und alle anderen sind ja bei allen sogenannten Takes dabei. Und die Kamera und vor allem das Mikrofon am langen Boom werden mit der Zeit ganz schön schwer. Die bei einer längeren Szene die ganze Zeit ruhig zu halten ist für Neulinge fast nicht zu schaffen. Andererseits macht die Arbeit in der Technik aber auch Spass. Und man weiss, dass man für den Erfolg des Films mindestens gleich wichtig ist wie die Darsteller.

Dank der bei jedem Dreh vorkommenden Missgeschicke, die immer wieder für Heiterkeit sorgten, war es nicht so tragisch, dass der Dreh länger als geplant dauerte. Aber dann war es wirklich höchste Eisenbahn fürs Mittagessen. Denn die Arbeit am Film macht zwar Spass, aber auch hungrig.

Am Nachmittag standen die Nachbearbeitung und Schauspieltraining an. Der erste Schritt der Nachbearbeitung (abgesehen vom Transfer der Aufnahmen auf den Computer, was wir über Mittag erledigt hatten) ist der Schnitt, und dessen erster Schritt ist das Sichten der Aufnahmen. Denn erst jetzt, in aller Ruhe am Computer, sieht man, wie die Aufnahmen wirklich geworden sind. Warum hat beim Dreh niemand gemerkt, dass das Mikrofon im Bild ist? Dann geht es dran, die Geschichte mit den vorhandenen gelungenen Aufnahmen zu erzählen.

Die andere Gruppe beschäftigte sich derweil mit den Grundlagen des Schauspiels. Am Anfang stand die Frage, was der Unterschied zwischen dem Schauspiel im Film und im Theater ist. Dann ging es an die Praxis, und die Kinder konnten mit verschiedenen Rollen in verschiedenen improvisierten Situationen - unter anderem der klassischen Bushaltestelle - experimentieren. Zwischendurch erhielten sie in Schauspielübungen das Rüstzeug, um ihre Rollen noch überzeugender spielen zu können.

Bei all diesen Übungen mussten die Kinder immer wieder über ihren Schatten springen und sich mit ihren Emotionen - und denen ihrer Rollen - auseinandersetzen. Dabei überraschten sie unter anderem damit, Uhrzeiten aus der Luft abzulesen und Englisch als Hauptsprache zu benutzen. Und die Telefongespräche zwischen "Arbeitgeber" und "Arbeitnehmer" führten zu heiteren Momenten

Der Nachbearbeitungsteil der zweiten Gruppe war wegen des Zeitdrucks - schliesslich mussten wir zur Premiere am Abend einen fertigen Clip haben - leider nicht so interaktiv wie jener der ersten. Denn jetzt ging es an die Effekte, und die hatten es in sich. Zumal wir den Haupteffekt nicht so hatten drehen können wie wir wollten. (Der Regen hatte uns unters Dach gezwungen, wo der Platz kapp war.) Deshalb stand nun viel mehr "Ausschneidearbeit" an, um dem einen Darsteller einen Doppelgänger verpassen zu können. Das ist nicht wirklich schwierig, aber es braucht sehr viel Übung, um es schnell machen zu können.

Während die Kinder sich bei einer Runde "Werwölfe" von den Strapazen erholten, stellte ich noch die wichtigsten Effekte fertig. Dann war bereits Zeit für die Premiere, zu der die meisten der Familien gekommen waren. Es war ein ganz besonderer Moment für unsere Gäste, das eigene Werk - bzw. das ihrer Kinder oder Geschwister - auf der Leinwand zu sehen. Der keine 40 Sekunden lange Clip löste bei allen Begeisterung aus!

Dann hiess es schon wieder Abschied nehmen. Es war ein toller Tag, an dem die Kinder viel Spass an der Arbeit in den verschiedenen Aufgaben einer Filmproduktion gezeigt haben. Alle sagten, dass sie gerne bei uns mitmachen würden. Hoffen wir, dass ein paar von ihnen definitiv einsteigen!

Den ganz fertiggestellten Clip und einen kleinen Blick ins Bonusmaterial findest du bei den Ferienpassclips:

Wir danken den WädiWOODlern, die den Tag mit getragen haben, und besonders natürlich unseren FerienpässlerInnen für ihren tollen Einsatz: Levin, Mathieu, Max und Simone