WaediWOOD - Ferienpass: Einsatz am Set! - 2018
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Einsatz am Set! - Unser Ferienpassprogramm
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  • Einer fehlt noch, dann kann's richtig losgehen - die FerienpässlerInnen mit den "internen" Timo und Finian

    Einer fehlt noch, dann kann's richtig losgehen - die FerienpässlerInnen mit den "internen" Timo und Finian

  • Die Gruppen ziehen ihre Storyelemente

    Die Gruppen ziehen ihre Storyelemente

  • Was machen wir mit "Wut", "Gummiente", "Tussi", "ausführen", "Faulpelz" und "zerstören"?

    Was machen wir mit "Wut", "Gummiente", "Tussi", "ausführen", "Faulpelz" und "zerstören"?

  • Die andere Gruppe hat sich zusätzlich zu den vorgegebenen "Ball" und "Buch" auch einen Schatz als Requisit gesichert

    Die andere Gruppe hat sich zusätzlich zu den vorgegebenen "Ball" und "Buch" auch einen Schatz als Requisit gesichert

  • Die Arbeit am Tonrekorder erfordert Konzentration

    Die Arbeit am Tonrekorder erfordert Konzentration

  • Die Kamera ruhig zu halten ist gar nicht so einfach

    Die Kamera ruhig zu halten ist gar nicht so einfach

  • Aber wirklich in sich hat's der Boom - dank Hebelgesetz wird der schnell sehr anstrengend

    Aber wirklich in sich hat's der Boom - dank Hebelgesetz wird der schnell sehr anstrengend

  • Ihm gefällt es sichtlich bei uns

    Ihm gefällt es sichtlich bei uns

  • Dreharbeiten draussen - sonnig und warm

    Dreharbeiten draussen - sonnig und warm

  • Der Schnitt entsteht am Computer

    Der Schnitt entsteht am Computer

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Einsatz am Set

16. August 2018

Volker Volker

Dieses Jahr war unser Programm "nur" zweiteilig, da wir mit den Dreharbeiten für unseren Film heftig ausgelastet waren. Im Rahmen des ersten Angebots hat uns leider nur ein Ferienpässler am Set unseres Films besucht und erlebt, wie es ist, wenn wir "scharf" drehen. Dazu folgt noch ein separater Bericht. Auf dieser Seite geht es um den zweiten Teil des Angebots, den Tag, an dem wir acht Kindern ermöglichen durften, in Gruppen zwei eigene kleine Clip zu drehen.

Nach einer Einführung darin, was WädiWOOD macht und was sie erwartet mussten unsere Gäste das erste Mal selbst aktiv werden und überlegen, was alles passieren muss, damit ein Film den Weg von der Idee zur Leinwand schafft. Einige Dinge, wie zum Besipiel das Drehbuch und die eigentlichen Dreharbeiten, waren keine grosse Herausforderung. Aber vor allem der vielen "kleinen" Aufgaben, wie das Einholen von Bewilligungen oder die Verwaltung der anfallenden Daten, war sich noch keiner bewusst. Und den Unterschied zwischen Special Effects und Visual Effects kannte - verständlicher Weise - auch noch keiner.

Fachbegriff

Fachbegriff

Special vs. Visual Effects

Als Special Effects bezeichnet man "echte" Effekte, die am Drehort direkt umgesetzt werden, z.B. Nebel, Explosionen usw. Visual Effects hingegen entstehen in der Nachbearbeitung am Computer, z.B. wenn Greenscreen Aufnahmen mit computergenerierten Aufnahmen zusammengebastelt werden. Oft wird der Eindruck für den Zuschauer am besten wenn Visual Effects durch Special Effects unterstützt werden.

Damit die Teilnehmenden nicht komplett bei Null anfangen mussten, lagen für die zwei Gruppen verschiedene Storyelemente aus den Bereichen Charakter (Person), Gefühl, Requisit (Gegenstand) und Aktion (Handlung) bereit. Die durften sie aber nicht einfach auswählen, sondern mussten aus jeder Kategorie zwei ziehen. Die Vorgaben, die dabei herauskamen waren gar nicht so einfach umzusetzen, noch dazu in der recht kurzen Zeit.

Schliesslich hatten beide Gruppen ihre Storys ausgearbeitet. Dabei war passiert was sich kaum verhindern lässt: Für die zur Verfügung stehende Drehzeit waren sie beide zu kompliziert. Also hiess es - wie so oft bei der Arbeit an einem Film - improvisieren und die Handlung vereinfachen und kürzen, was glücklicherweise gut gelang.

Die Dreharbeiten waren das erste Highlight, hatten doch nun alle eine "sichtbare" Aufgabe. Und die meisten dieser Aufgaben waren den Kindern neu. Irgendwie gefilmt hatten wohl alle schon mal. Aber damit, worauf es bei der Arbeit mit der Kamera wirklich ankommt - nämlich unter anderem auf die Bildgestaltung - hatten sie sich noch nicht auseinandergesetzt. Und mit dem Tonrekorder und dem "Boom", der langen Stange an der das Mikrofon möglichst nah zu den Darstellern gehalten wird, kannte sich erst recht niemand aus.

Zwischen den Drehs der beiden Gruppen gab's etwas vom Wichtigsten beim Film: Futter. Grade weil die Tage oft lang und intensiv sind ist das Catering ein ganz wichtiges Element. Es gab zwar für einmal "nur" Brötchen mit Aufschnitt und Käse, aber definitiv genug. Und das ist das Wichtigste beim Catering.

Nachdem beide Gruppen den Dreh abgeschlossen hatten, folgte die Nachbearbeitung. Aus Zeitgründen mussten wir uns leider auf einen ersten Schnitt beschränken. Als erstes musste das Videomaterial gesichtet werden, denn man kann sich nur dann überlegen, wie man einen Film schneidet, wenn man weiss, was man zur Verfügung hat. Und selbst Profis erleben immer wieder, dass genau die eine Einstellung die sie gerne verwendet hätten nicht gedreht wurde oder schlicht nicht gelungen ist. Probleme in dieser Richtung gab's zum Glück keine, dennoch war es nicht einfach, aus dem Rohmaterial eine erste Schnittfassung zu zaubern.

Die Gruppe die nicht am Schnitt dran war durfte einen Einblick in die Welt der Stunts geniessen. Anhand eines kleinen Kampfes lernten sie, wie für den Film "sicher" gekämpft werden kann, sodass es total echt aussieht, aber niemandem weh tut. Unverzichtbar dabei sind unter Anderem Körperbeherrschung, Präzision und Koordination.

Highlight des Tages war natürlich die Premiere der zwei Clips. Obwohl bei beiden erst ein Rohschnitt vorlag, war die Freude gross, die Früchte der Arbeit auf dem grossen Fernseher zu sehen. Bevor sie so richtig bereit für Publikum sind muss aber nochmal etwas Arbeit sein. Dann werden wir die Clips natürlich auch hier zugänglich machen.

Bei der abschliessenden Feedbackrunde zeigten sich alle begeistert von dem anstrengenden Tag, und so hoffen wir, dass der oder die eine oder andere bei uns "hängenbleiben" wird.

Wir danken den WädiWOODlern, die den Tag mit getragen haben, und besonders natürlich unseren FerienpässlerInnen für ihren tollen Einsatz: Aaliyah, Anna, Choesang, Colin, Florian, Lhamo, Nicholas und Noah