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  • Das Team vom ersten Tag - Vorbereitung und Dreh

    Das Team vom ersten Tag - Vorbereitung und Dreh

  • In Gruppen wird die vorgegebene Grundidee erweitert

    In Gruppen wird die vorgegebene Grundidee erweitert

  • Besichtigung des Drehorts

    Besichtigung des Drehorts

  • Notizen helfen dabei, den Überblick zu behalten

    Notizen helfen dabei, den Überblick zu behalten

  • Sam mit der MakingOf-Kamera

    Sam mit der MakingOf-Kamera

  • Die Tonangel mit Philippe. Sieht leicht aus, wird aber schnell anstrengend

    Die Tonangel mit Philippe. Sieht leicht aus, wird aber schnell anstrengend

  • Dominic erklärt Rayk den Tonrekorder

    Dominic erklärt Rayk den Tonrekorder

  • Dreh der ersten Szene

    Dreh der ersten Szene

  • Die Arbeit am Tonrekorder sieht chillig aus, erfordert aber Konzentration...

    Die Arbeit am Tonrekorder sieht chillig aus, erfordert aber Konzentration...

  • ...schliesslich gibt es neben dem "Angelmikrofon" auch noch die drei Funkmikrofone im Auge zu behalten

    ...schliesslich gibt es neben dem "Angelmikrofon" auch noch die drei Funkmikrofone im Auge zu behalten

  • Eine Kamera, zwei Pascals

    Eine Kamera, zwei Pascals

  • Philippe hält die Klappe

    Philippe hält die Klappe

  • Dreharbeiten

    Dreharbeiten

  • Das Team vom ersten Teil der Nachbearbeitung

    Das Team vom ersten Teil der Nachbearbeitung

  • Philippe macht seine ersten Schnittversuche

    Philippe macht seine ersten Schnittversuche

  • Valentin und Carina widmen sich derweil den Effekten

    Valentin und Carina widmen sich derweil den Effekten

  • Philippe und Rayk arbeiten mit Cédrics Unterstützung am Schnitt

    Philippe und Rayk arbeiten mit Cédrics Unterstützung am Schnitt

  • So sieht der entstehende Film im Schnittprogram aus

    So sieht der entstehende Film im Schnittprogram aus

  • Im Effektprogramm wird das Bild ins Buch eingepasst

    Im Effektprogramm wird das Bild ins Buch eingepasst

  • Valentin arbeitet an der Farbkorrektur

    Valentin arbeitet an der Farbkorrektur

  • Cédric führt Rayk ins Reich der Filmmusik ein

    Cédric führt Rayk ins Reich der Filmmusik ein

  • Premiere

    Premiere

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Einsatz am Set! 2016

20. - 22. Juli 2016

Volker Volker

Zum ersten Mal haben wir 2016 ein mehrteiliges Programm auf die Beine gestellt, das es den Kindern erlaubte, sich auf die Bereiche zu konzentrieren, die sie auch wirklich interessieren.

Tag 1 - Vorbereitung und Dreh

Es begann pünktlich um 9 Uhr. Alle waren pünktlich gekommen, und so konnten wir direkt durchstarten. Nach einer Vorstellungsrunde und der Präsentation der Grundidee für den kleinen Film, den wir mit den FerienpässlerInnen drehen wollten, bildeten wir für den ersten Teil Gruppen.

Die zwei Schauspielgruppen befassten sich mit der weiteren Ausarbeitung der Story und Schauspieltraining. Unsere Grundidee, welche auf Basis eines kleinen Fragebogens entstanden war, weiter auszuarbeiten erwies sich als gar nicht so einfach. Nicht, dass die Idee so abwegig gewesen wäre. Aber nicht allen fiel es leicht, ihre Ideen entsprechend anzupassen. Sie hätten am liebsten eine Alieninvasion oder so auf die Leinwand gebracht... Im Schauspielblock sammelten sie erste Erfahrungen darin, wie sie in eine fremde Haut schlüpfen können. Die eigene Person abzulegen und eine andere anzunehmen ist vor allem am Anfang alles andee als einfach.

Derweil lernten die Techniker die Kamera und die Tonausrüstung kennen. Wir hatten "nur" unsere kleine Kamera dabei, aber selbst die wird mit der Zeit schwer. Und es ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, dass die Farben auf dem Monitor sehr fad, fast schon schwarzweiss, wirken. Das ist aber beabsichtigt, denn so bleibt in der Nachbearbeitung mehr Raum für die Farbabstimmung. Auch der Ton hat es in sich. Vor allem die Angel, an der das Mikrofon möglichst nah an den Sprecher gehalten werden muss, scheint zwar leicht, wird aber schnell schwer. Denn sie ist gut drei Meter lang und muss möglichst waagrecht gehalten werden, damit sie nicht Gefahr läuft, im Bild zu erscheinen.

Nach einer gemeinsamen Besprechung der Ideensammlung und der Erstellung der endgültigen Story ging es auf Drehortsuche. Dabei galt es nicht nur, etwas zu finden, das vom Bild her in die Handlung passt. Auch die Techniker mussten sich überlegen, welche Herausforderungen die Orte bieten würden. Denn ein Bach in der Nähe sorgt z.B. für einen störenden Klangteppich. Gross darauf Rücksicht nehmen konnten wir dann allerdings nicht - schliesslich hatten wir nur sehr begrenzt Zeit.

Nach dem Mittagessen ging es dann an den Dreh. Und hier zeigte sich, dass eben längst nicht alles so einfach ist wie es zuerst scheinen mag. Nur schon, die jeweilige Szene immer wieder gleich zu spielen, damit im Schnitt keine Probleme mit den sogenannten Anschlüssen auftauchen, ist längst nicht so einfach wie man denkt. Denn vieles macht man automatisch, und so kann es durchaus sein, dass beispielsweise ein Glas plötzlich mit der anderen Hand aufnimmt. Und auch für die Techniker gab es einige Herausforderungen. Nur schon die Kamera eine ganze Szene lang ruhig zu halten ist keineswegs einfach. Dass es ganz schön heiss war machte es nicht einfacher.

Unter anderem der Hitze wegen kamen wir weniger schnell voran als erhofft. Auch das ist keineswegs unüblich. Immer wieder sorgen unvorhergesehene Faktoren dafür, dass sich der Dreh verzögert. So mussten wir denn auch ein paar Aufnahmen weglassen, um noch weitgehend pünktlich fertig zu werden. Aber es hatte allen gefallen, auch wenn sie ganz schön erschöpft waren.

Tag 2 - Nachbearbeitung

Am nächsten Tag stand die Nachbearbeitung auf dem Programm, diesmal im deutlich kleineren Kreis. Denn erstens ist diese Arbeit keineswegs jedermanns Sache. Und zweitens können nicht mehr als zwei Personen sinnvoll am gleichen Computer arbeiten.

Am Vormittag war der Schnitt und die Arbeit an den Effekten angesagt. Während sich die Effekttruppe anhand einer kleinen Pac-Man-Übung mit dem Effektprogramm vertraut machte, mussten unsere Cutter moeglichst schnell den Schnitt vom Anfang und Ende des Filmchens liefern. Denn dort mussten die Effekte eingebaut werden. Und das geht erst wenn der der Schnitt feststeht. Naja, gehen tut es natürlich auch schon vorher. Aber dann muss man nach jeder Änderung des Schnitts doch wieder alles anpassen. Und die Zeit hatten wir definitiv nicht. Schon so schafften wir es nur knapp, Schnitt und Effekte in den zur Verfügung stehenden dreieinhalb Stunden fertigzustellen.

Das war aber unverzichtbar, denn für die am Nachmittag anstehende Arbeit an der Musik und der Farbkorrektur mussten Schnitt und Effekte fertig sein. Auch hier könnte man zwar prinzipiell schon beginnen, bevor das der Fall ist. Aber es ist ebensowenig handhabbar. Besonders wenn die Zeit knapp ist.

Auf der einen Seite entstand nun also die Musik. Glücklicherweise mussten wir dafür kein echtes Orchester aufbieten. Das lässt sich heutzutage nämlich mit erstaunlicher Qualität am Computer simulieren. Diese sogenannt virtuellen Instrumente ermöglichen es, über eine Klaviatur praktisch jedes beliebige Instrument zu spielen und mehrere davon zu einem ganzen Orchester zu kombinieren. Wobei es sogar Instrumente gibt, die in sich schon ein ganzes Orchester darstellen.

Auf der anderen Seite begann der Kampf um die Farben. Wir hatten am Drehtag nicht nur auf aunserer "normalen" Kamera gedreht, sondern teils zur Sicherheit, teils als Ergänzung wegen der knappen Zeit, auch mit einem iPhone. So bestand ein grosser Teil der Arbeit nicht nur darin, die Bilder an sich so zu korrigieren, dass alle Farben "korrekt" waren. Der grösste Brocken war es, die Bilder der beiden Kameras anzugleichen. Und das war eine echte Herausforderung, da hier komplett unterschiedliche "Looks" aufeinanderprallen. Ganz perfekt ist es am Schluss nicht geworden, aber immerhin springen die Unterschiede nicht mehr als erstes ins Auge.

Auch dieser Tag hat den Anwesenden viel Spass gemacht, sie aber auch sehr gefordert.

Tag 3 - Premiere

Wie erwartet war die Arbeit keineswegs getan. Insbesondere hatte die Musiktruppe zwar Musik gemacht, sich aber nicht mehr um den "normalen" Ton kümmern können. Und so musste nun unser CORE ran und dies vor der Premiere noch erledigen.

Was einfach klingen mag ist es leider keineswegs. Erstmal mussten wir zu jedem der verwendeten Filmclips die zugehörige Aufnahme auf dem Tonrekorder finden. Und da wir zu Beginn - auch das nicht ungewöhnlich - mit dem noch technische Probleme gehabt hatten, gab es die für einige der Clips gar nicht. So wurde das Einsetzen dieses "externen" Tons nicht nur wie üblich etwas öde, sondern stellenweise geradezu schwierig, da wir ja für einige Clips Ton verwenden mussten, dar gar nicht zur gleichen Zeit aufgenommen worden war. Als das geschafft war, folgte die Mischung, also die Einstellung aller Tonschnipsel so, dass sie zum Schluss ein gefälliges Ganzes bilden.

Dann musste nur noch alles kombiniert werden. Und wiedermal stellte uns die Technik auf eine Nervenprobe, indem sie, naja, zickte. So wurde es dann wieder mal richtig knapp. Gerade noch rechtzeitig konnten wir den fertigen Film ausspielen.

Als dieser an der Premiere eintraf waren schon alle versammelt und äusserst gespannt darauf, was sie erschaffen hatten. Nach einem Trotzanfall unseres Players konnte es dann mit etwas Verspätung endlich losgehen. Alle waren von dem kleinen Film und dem anschliessenden kleinen Blick hinter die Kulissen begeistert. So hoffen wir natürlich, dass ein paar der Kids nun Feuer gefangen haben und bei uns einsteigen...

Den fertigen Clip und den Übungsclip des Effektteams findest du bei den Ferienpassclips.

Wir danken den WädiWOODlern, die diese Tage mit gestaltet und geleitet haben, und besonders natürlich unseren FerienpässlerInnen für Ihren tollen Einsatz: Alianet, Carina, Cordula, Elvira, Lara, Nico, Pascal, Philippe, Rayk, Roman, Sam, Sarah, Valentin und Xenia