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  • Es kann losgehen! Klappe für die erste Academy 2020

    Es kann losgehen! Klappe für die erste Academy 2020

  • Ein Hai und eine Brücke als Bilder für den Aufbau einer Story<

    Ein Hai und eine Brücke als Bilder für den Aufbau einer Story

  • Wo könnten die Bezeichnungen für die

    Wo könnten die Bezeichnungen für die "Storypoints" passen?

  • Ein hoch motivierter "Zeitungsleser"

    Ein hoch motivierter "Zeitungsleser"

  • Wer bewegt sich noch?

    Wer bewegt sich noch?

  • Nicht schummeln!

    Nicht schummeln!

  • Manchmal wird das Spiel schon fast akrobatisch

    Manchmal wird das Spiel schon fast akrobatisch

  • Eigentlich spielen wir "Ziitigläse", nichte "Versteckis"...

    Eigentlich spielen wir "Ziitigläse", nichte "Versteckis"...

  • Emil und Florian präsentieren die Basisstory, die sie im CORE erarbeitet haben

    Emil und Florian präsentieren die Basisstory, die sie im CORE erarbeitet haben

  • Heiterkeit mit nicht mehr bekannter Ursache

    Heiterkeit mit nicht mehr bekannter Ursache

  • Wie gut gefällt uns die Storyidee?

    Wie gut gefällt uns die Storyidee?

  • Eine der Gruppen präsentiert ihre Resultate

    Eine der Gruppen präsentiert ihre Resultate

  • Die Schauspielfraktion übt die Szene

    Die Schauspielfraktion übt die Szene

  • Die anderen machen sich weitere Gedanken zur Story

    Die anderen machen sich weitere Gedanken zur Story

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Academy

18. Januar 2020

Volker Volker

Das neue Jahr begann mit Freude: Nicht nur, dass Mathieu, der uns schon 2018 als einer der jungen Gäste unterstützt hatte, nun als Vollmitglied dabei sein kann, wir hatten nach fast einem Jahr Pause auch wieder einen Schnuppernden: Henry. So starteten wir nach dem obligatorischen Gruppenfoto mit einer Vorstellungsrunde.

Dann ging's gleich ans Eingemachte. Da wir dieses Jahr das Projekt weitgehend innerhalb der Academys umsetzten wollen, war es sinnvoll, uns damit zu beschäftigen, wie eigentlich eine Story aufgebaut ist. Einige der Jungs kannten das schon, aber wirklich präsent war es auch ihnen nicht mehr.

Ein schönes Bild für eine Story ist beispielsweise ein Hai. Der hat vorne einen Anfang mit grossem Maul, das die Beute packt. Genau wie der Anfang einer Story den Zuschauer packen muss. Dann folgt der Mittelteil des Hais und der Geschichte, der vom steigender und fallender Spannung geprägt ist und etwa in der Mitte einen Wende- und/oder Höhepunkt besitzt. Am Schluss folgt mit der Schwanzflosse bzw. dem Showdown nochmal ein Höhepunkt, bevor der Hai und die Story zu Ende sind.

Ein weiteres gutes Bild für den Aufbau einer Story ist eine Hängebrücke. An ihr lässt sich auch schön darstellen wie die Story (die Fahrbahn) von zwei sogenannten Storypoints, also wesentlichen Momenten in einer Story, dargestellt durch die beiden Pylone, getragen wird. es sind dies der "Big Event", in dem die Geschichte so richtig ins Rollen kommt und der Held seine Mission erhält, und der Showdown, in dem er sich dem Gegner stellt und diesen besiegt. Neben diesen beiden Storypoints gibt es noch weitere. Sie helfen dabei, eine stimmige Story zu entwickeln. Wie so oft ist aber auch ihre Verwendung keineswegs zwingend. Tolle Geschichten können auch eine ganz andere Struktur haben als die von den klassischen Storypoints unterstützte. Aber wenn sich eine Story an den Storypoints orientiert hat sie gute Chancen zu funktionieren.

Nach so viel Input war erstmal die Befriedigung des Bewegungsdrangs angesagt. Das "Ziitigläse" machte allen riesigen Spass, auch - oder gerade weil - der eine oder andere immer wieder versuchte, eine Unaufmerksamkeit des Lesers auszunutzen und sich während der Stoppzeiten weiterzubewegen. Und wie so oft führten die Stopps zu spassigen Positionen, in denen die Jungs verharren mussten. Es war gar nicht leicht, sie wieder nach drinnen zur Arbeit zu holen!

Dann war es an der Zeit, sich endlich mit dem Projekt zu beschäftigen. Als erstes aber eher theoretisch. Denn dass wir das Projekt dieses Jahr weitgehend innerhalb der Academy umsetzen wollen hat einige, naja, interessante Auswirkungen. So gibt es dieses Jahr Academys, an denen möglichst alle dabei sein können müssen - sonst können wir in unserem kleinen Team gar nicht drehen. Mal abgesehen davon, dass auch die Darsteller dabei sein müssen. Auch sonst gab es einiges über das Jahr zu besprechen, und so schoben wir vor dem nächsten Block gleich nochmal eine Runde "Ziitigläse" ein.

Endlich ging es danach richtig zur Sache. Damit wir nicht von Null starten mussten, hatten Emil und Florian am CORE Treffen bereits eine Grundidee für die Story erarbeitet, die sie nun vorstellten. Dass es um eine Entführung gehen soll tönt erstmal nach einer eher langweiligen 08-15-Story. Doch sie hatten ein Element eingebaut, das die Story besonders macht. Allerdings auch nicht ganz einfach auszugestalten und zu spielen.

Diese Besonderheit führte denn auch dazu, dass der Vorschlag allen gut bis sehr gut gefiel. Wir starteten also in Gruppen damit, uns Gedanken darüber zu machen, wie denn nun genau die Backstory (also die Vorgeschichte, die zu den Ereignissen in der Story führt), der Big Event und insbesondere der Mittelteil der Geschichte aussehen könnten. Mit der Präsentation der Ergebnisse der Gruppen endete der Vormittag.

Nach der Mittagspause wiederholten wir die wichtigsten Punkte und machten uns Gedanken über das weitere Vorgehen, insbesondere aber durften alle Vorschläge für die Besetzung machen. Spannend war, wie die eigenen Wünsche teils gut, teils weniger gut, zu den Vorschlägen der anderen passten.

Für den letzten Block teilten wir uns nochmal auf: Die Darsteller beschäftigten sich unter der Leitung von René weiter mit der Szene, die sie in der Academy vom 16. November kennengelernt hatten. Dabei ging es besonders darum, diese sehr dialoglastige Szene spielerisch interessant zu gestalten, sodass sie nicht in ödes Textrunterleiern abgleitet.

Die anderen beschäftigten sich weiter mit der Story und versuchten - leider mit nicht so recht durchschlagendem Erfolg, aber einigen vielversprechenden Ideen - die Story weiter aufzubauen. Dabei ging es neben dem reinen Inhalt auch um die Plotpoints. Aber so richtig passen wollte es noch nicht. Das ist aber durchaus normal: Eine Story entsteht nur beschränkt auf Kommando. Viele Ideen kommen erst wenn das Unterbewusstsein Zeit hatte, den bisherigen Stand zu verarbeiten.

Die erste Academy hat gezeigt, dass die Idee, das Projekt innerhalb der Academys umzusetzen durchaus gewagt ist, aber auch viele Vorteile hat. Dennoch wird auch zwischen den Academys einiges zu tun bleiben. Schon jetzt freuen sich alle auf die erste Drehacademy und ein cooles Projekt - packen wir es an!