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  • Was verstehen wir unter Schuld und Verrat? Norjc präsentiert die Ideen seiner Gruppe

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  • Auch die Drehplanung gehört zu den Vorbereitungen dazu

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  • Die Jungs besprechen die Planung mit Fabio

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Projekt - Vorbereitung

25. - 26. April 2019

Andrin Andrin

Heute haben wir damit begonnen, dass wir besprachen, was für Möglichkeiten und was für Einschränkungen für den Film gelten. Anschliessend haben wir eine kleine Fitnessübung gemacht: "Schubkarren". Danach sammelten wir Begriffe zu den Wörtern "Verrat" und "Schuld" (ebenfalls Einschränkungen). Als wir damit fertig waren gab es Zmittag. Dann konnten wir endlich mit dem Aufbau (Kern) der Story beginnen, indem wir in Zweiergruppen verschiedene Kern-Storys zum Thema Schuld und Verrat und den Requisiten Laterne, Klappspaten und Murmeln zusammensetzten. Sobald jeder eine Story hatte, haben wir in der ganzen Gruppe besprochen, welche am meisten Sinn macht und ob man sie in zwei Tagen drehen kann. Leider wurden wir nicht ganz mit dem Programm fertig. Der einzige Haken an der Sache war, dass es praktisch nur aus besprechen und denken bestand. Das hat natürlich auch den Nachteil, dass man schneller die Konzentration verliert und es etwas langweilig wird. Aber nichts desto trotz war es immer heiter und meistens auch spannend.

Volker Volker

Manchmal muss man aus der Not eine Tugend machen. Das diesjährige Projekt ist so eine Situation. Als wir das Jahr planten gab es nämlich schlicht keine Ferienwoche, in der alle sicher können würden. Da wir nach unserem grossen Projekt im letzten Jahr eh etwas kleines und in sich so weit wie möglich geschlossenes machen wollten, kamen wir schliesslich auf eine kreative Idee: Wir würden das Projekt in drei Teile (Vorbereitung, Dreh und Nachbearbeitung) aufteilen und so legen, dass die Dreharbeiten am Wochenende, an dem alle Zeit haben, stattfinden.

So starteten wir am Donnerstag mit der Vorbereitung. Inspiriert vom Thema des ZFF 72 Wettbewerbs des letzten Jahres, an dem wir aus Zeitgründen nicht teilgenommen hatten, war die Themenvorgabe "Schuld" bzw. "schuldig", angereichtert mit "Verrat". Die weiteren Vorgaben waren neben gewissen Requisiten unter anderem, dass sich das Projekt an zwei Tagen und im oder in geringer Distanz vom Lagerhaus drehen lassen musste und möglichst viel mit Bildern erzählen sollte, statt sich auf Dialoge zu verlassen.

Es gab also als erstes eine kleine Einführung darin, wie man eine Geschichte mit Bildern, bzw. deren Abfolge erzählen kann. Dann ging es aber nicht sofort ans "Eingemachte", sondern erstmal dran, herauszufinden, was die Jungs eigentlich unter Schuld und Verrat verstehen. Tönt überflüssig? Fanden sie auch. Andererseits half es eben doch dabei, die Richtung der Story etwas vorzuspuren.

Als nächstes ging es dann darum, verschiedene Storykerne zu entwickeln, also noch keine Szenen zu schreiben, sondern den ganz groben Ablauf in den Griff zu kriegen, die Story in wenigen Sätzen zusammenfassen zu können. Das war viel schwieriger als es sich anhört, denn der Instinkt der Jungs war ganz klar, direkt ins Detail zu gehen. Wenn man dies aber schon zu Beginn tut, ist die Gefahr gross, sich zu verlieren und schliesslich zwar tolle Szenen, aber keine klare Story zu haben. Parallel dazu stellte sich auch die Frage, was die Botschaft des Films sein würde. Letztlich geht es nämlich in den meisten (guten) Filmen darum, dem Zuschauer etwas mit auf den Weg zu geben - abgesehen von der Unterhaltung. Klar gibt es davon verschiedene Ausprägungen. Ein Beziehungsdrama wird meist eine stärkere Botschaft haben als ein Horrorslasher, aber damit ein Film die Zuschauer bewegen kann ist eine Botschaft praktisch zwingend.

Schliesslich kristallisierten sich drei Varianten für die Botschaft heraus, vom einfachen "Jemanden verraten ist nicht gut" bis zum komplexeren "Wenn man jemanden verrät muss man dazu stehen und eine Lösung suchen". Auf dieser Basis entstanden anschliessend zwei grobe Storyvarianten. Leider mussten wir die Entscheidung, welche der Versionen wir umsetzen wollten, aus Zeitgründen vertagen.

Am Freitag mussten wir uns also zuerst auf eine Storyline einigen, was trotz der gar nicht so unterschiedlichen Varianten längst nicht so einfach war, wie wir gehofft hatten. Und auch dann benötigten wir mehrere Anläufe, um festzulegen, welche Szenen nötig sein würden, um die Geschichte zu erzählen. Mit diesen groben Vorgaben konnten die Gruppen anschliessend je einige Szenen genauer ausarbeiten. Es war gar nicht so einfach, dabei zu berücksichtigen, dass die andere Gruppe ja ebenfalls arbeitete, und die Szenen am Ende zusammenpassen mussten.

Schon bald hiess es aber vorerst Schluss zu machen und den Transfer ins Lagerhaus, das wir erst jetzt übernehmen konnten, einzuleiten. Nachdem die erste Ladung im Haus verstaut war, wurde einer der Jungs abkommandiert, um beim Transport der Technik, die wir am nächsten Tag für den Dreh benötigen würden, zu helfen, die anderen wirdmeten sich unter Leitung von Fabio einerseits der weiteren Ausgestaltung der Szenen, andererseits der Planung der Dreharbeiten.

Es ist nämlich nicht so, dass man einfach mal irgendwo anfängt und dann weiterdreht womit man grade Lust hat. Selbst bei einem so kleinen Projekt ist es wichtig, die Reihenfolge der Szenen so zu wählen, dass allfällige zeitliche Vorgaben eingehalten werden können oder äussere Umstände genutzt werden können. Wenn eine Frühstücksszene gedreht werden soll ist es zum Beispiel sinnvoll, die gleich nach dem "echten" Frühstück zu planen, dann erledigt sich nämlich ein Teil des Setdesigns fast von selbst.

Bis das ganze Material vor Ort und wenigstens die Planung für den ersten Drehtag geschafft war, dauerte es ganz schön lange. So entschlossen wir uns, für einmal ohne Film ins Bett zu gehen. Zwei intensive und für die Jungs aufgrund der starken Kopflastigkeit nicht immer einfache Vorbereitungstage lagen hinter uns. Die Drehzeit konnten beginnen!

Mehr über das Projekt 2019

Der Blog über unser diesjähriges Projekt umfasst auch folgende Teile:

Teasericon Blog: Projekt - Dreharbeiten
Projekt: Drehzeit

Dreharbeiten auch mitten in der Nacht

Teasericon Blog: Projekt - Nachbearbeitung
Projekt - Nachbearbeitung

Nachbearbeitung, Spiele und unser neues Effektprogramm