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  • Die PostCampler beschäftigen sich mit ihrem Blog

    Die PostCampler beschäftigen sich mit ihrem Blog

  • Derweil planen die anderen die Einstellungen für die Szene die sie letztes Mal entworfen haben

    Derweil planen die anderen die Einstellungen für die Szene die sie letztes Mal entworfen haben

  • So könnte die Einstellung aussehen

    So könnte die Einstellung aussehen

  • Wie stellt man dieses Kamerastativ auf?

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  • Irgendwie gemein, wenn das Stativ, das man aufgestellt hat, grösser ist als man selbst

    Irgendwie gemein, wenn das Stativ, das man aufgestellt hat, grösser ist als man selbst

  • Kamerastativstafette: Voller Energie zurück zur Gruppe!

    Kamerastativstafette: Voller Energie zurück zur Gruppe!

  • Mit Last sollte das Stativ nicht so aufgestellt werden

    Mit Last sollte das Stativ nicht so aufgestellt werden

  • Die anderen Teammitglieder sind nicht nur begeistert

    Die anderen Teammitglieder sind nicht nur begeistert

  • Der Regisseur kosultiert die Notizen

    Der Regisseur kosultiert die Notizen

  • Gar nicht einfach, wenn Schauspieler-, Kamera- und Gesamtregie auf drei Personen aufgeteilt sind

    Gar nicht einfach, wenn Schauspieler-, Kamera- und Gesamtregie auf drei Personen aufgeteilt sind

  • Dreh für einmal mit unserer kleinsten Kamera

    Dreh für einmal mit unserer kleinsten Kamera

  • Eine Treppe macht die zweite Stafette sportlich herausfordernder

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  • Technikmemorystafette: Wie nennt man den hier abgebildeten Scheinwerfer?

    Technikmemorystafette: Wie nennt man den hier abgebildeten Scheinwerfer?

  • Können wir die soeben gedrehte Szene zusammensetzen?

    Können wir die soeben gedrehte Szene zusammensetzen?

  • Vorbereitung einer Dialogszene

    Vorbereitung einer Dialogszene

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Academy

16. November 2019

Volker Volker

Als auch die verschlafenen Nachzügler eingetroffen waren ging's mit unserem Thema "bewegte Kamera" weiter. Anhand einer eindrücklichen Szene diskutierten wir, warum die Kamera in den einzelnen Einstellungen bewegt worden war - oder eben nicht. Auch wenn man in heutigen Filmen oft das Gefühl erhält, dass Einstellungen ohne Kamerabewegung verboten seien, gibt es sehr gute Gründe, genau solche Einstellungen zu drehen. Klar, wenn die Kamera halbwegs nah dran ist und der Darsteller beispielsweise in eine andere Ecke des Zimmer geht ist eine Kamerabewegung meist genau das richtige. Wenn die Hauptperson aber dasitzt und (gedanklich) zu keinem Schritt mehr fähig ist, können wir dieses Gefühl der Blockiertheit sehr wirkungsvoll unterstützen, indem wir die Kamera eben nicht bewegen. Wenn die Hauptperson zwar dasitzt, in ihrem Kopf aber alles drunter und drüber geht und sie keinen klaren Gedanken fassen kann, könnte eine bewegte Kamera hingegen das Mittel der Wahl sein, dies zu unterstützen. Die Bewegung der Kamera kann aber auch das Bild verändern und dadurch Aussagen über die Situation der FIguren machen, zum Beispiel wenn die vorher im Hintergrund sichtbare Heimat im Zuge einer Kranbewegung hinter einem Maisfeld verschwindet.

Unsere drei PostCamper durften sich anschliessend dem Blog vom PostCamp widmen, während die anderen die Arbeit an der Szene die sie das letzte Mal erarbeitet hatten wieder aufnahmen. Ihre Aufgabe war es, den Dreh vorzubereiten, sich also insbesondere zu überlegen, welche Einstellungen gedreht und ob und wie die Kamera bewegt werden sollte. Das war gar nicht so einfach!

Norjc

Norjc

Wir haben heute morgen eine Stativstafette gemacht. Wer schneller ist hat gewonnen. Ihr fragt Euch warum wir das gemacht haben? Da wir es lernen müssen, Stative auf- und abzubauen. Und am besten schnell. Es war eine kleine Herausforderung, da wir das nicht sehr oft machen (ausser beim Dreh) und darum wussten wir nicht immer was wir aufklappen mussten oder wie wir an was ziehen mussten. Es hat sehr viel Spass gemacht, das Stativ so schnell wie möglich auf- und abzubauen, vorallem wenn man gesehen hat, dass der andere noch hinter dir ist. Und wenn er schon vor dir war musstest du halt erst recht Gas geben. Wir hatten zwei Durchläufe da wir nicht zwei gleiche Kamerastative haben. So musste jedes Team jedes Stativ einmal auf- und abbauen. Wer die bessere Zeit hatte hat gewonnen. Beim zweiten Durchlauf hatten beide Teams eine viel bessere Zeit. Klar, es waren verschiedene Stative, aber ich denke, dass trotzdem jedes Stativ eine gewisse Ähnlichkeit hat. Wir haben also sehr schnell gelernt, Stative aufzubauen und natürlich auch abzubauen.

Der Programmteil mit der Kamerastativaufbaustafette dauerte deutlich länger als vorgesehen, da noch nicht alle unsere beiden Kamerastative hatten aufbauen müssen. So war erstmal eine Demonstrationsrunde angesagt, bevor der kleine Wettkampf starten konnte. Und danach war es schon Zeit für die Mittagspause.

Nach der Mittagspause stand nun ein einfacher Dreh der am Vormittag vorbereiteten Szene an. Dass erst der Plan für den Anfang stand war nur eine der Schwierigkeiten. Zu schaffen machte den Jungs auch, die ungewohnte Aufgabenverteilung, hatten wir doch für einmal ganze drei Personen, die sich um einen Teil der Regie kümmern konnten. Was eine Hilfe hätte sein können war primär Belastung, denn so war erstmal keinem der drei so richtig klar, was denn nun seine Aufgabe war. Dass sich herausstellte, dass auf der SSD unserer Kamera gar kein Platz mehr war (Jep, daran, das vorher nochmal zu checken denken wir nicht immer...), machte die Sache nicht einfacher, denn nun musste die winzige Making-Of-Kamera herhalten. Und mit der eine Kamerabewegung hinzubekommen ist keineswegs einfach. So dauerte der eigentlich als kurz vorgesehene Dreh dann doch deutlich länger als geplant.

Emil

Emil

Wir haben uns nach dem Mittagessen wieder unserer selbst ausgedachten Szene gewidmet. Das letzte Mal haben wir das Skript geschrieben und heute wollten wir sie drehen. Als wir dann angefangen haben waren wir bei der Sache, aber davor, als wir noch vorbereitet haben, waren wir noch ein wenig abgelenkt. Wir haben nur die ersten 5 Sätze aufgenommen wegen dem Zeitplan. Die Szene geht darum, dass Andrin und ich über die letzte Prüfung reden und Norjc meinen Rucksack klaut, dann konfrontieren wir ihn und er verschwindet. Im Nachhinein ist die Szene eigentlich interessant, aber da wir keinen Actionfilm machen durften war es echt schwer, Gründe zu finden, bewegte Kamera zu machen. Deswegen war es auch sehr schwer die Szene zu entwickeln und zu drehen. Vorher fanden wir es langweilig, eine nicht-Actionszene zu entwickeln. Als wir dann Ideen hatten waren wir uns nicht einig, welchen Vorschlag wir jetzt filmen sollten.

Zur Auflockerung folgte anschliessend eine weitere Stafette. Diesmal nahmen wir unser Material-Memory zur Hand, welches aus Bildern unserer Ausrüstung und den zugehörigen Begriffen besteht. In zwei Gruppen mussten die Jungs jeweils eine der Bildkarten vom Stapel holen und das Gerät korrekt benennen, bevor der nächste der Gruppe losrennen durfte. Nur wenige der Karten bereiteten den Jungs Schwierigkeiten, was auch in einer Filmjugendruppe keineswegs selbstverständlich ist.

Während sich Norjc und Florin an den Schnittlaptop setzten und versuchten, den eben gedrehten Anfang der Szene zu schneiden, widmeten sich die anderen der Vorbereitung einer längeren Dialogszene aus einem deutschen Spielfilm. Auch diese gehört zu unserer Reihe von Szenen, in denen wir uns damit beschäftigen, wie wir "langweilige" Szenen (also solche ohne Kämpfe, Explosionen usw.) dennoch interessant darstellen können. Für mehr als einige erste Übungen mit dem Text hat es leider nicht gereicht, denn wir wollten ja auch noch sehen, was im Schnitt der anderen Szene herausgekommen war. Und dafür, dass längst nicht alle an sich nötigen Perspektiven gedreht worden waren, liess sich das Resultat durchaus sehen. Auch wenn natürlich noch einige Luft nach oben vorhanden ist...

Und dann war er auch schon zu Ende. Ein intensiver, aber auch sehr lehrreicher Tag!