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  • Wie gestalten wir die Story?

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  • Drückt sich hier einer vor der Arbeit?

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  • Notizen, wie die Story aussehen soll

    Notizen, wie die Story aussehen soll

  • Ganz schön lang, der Text!

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  • Wie sprechen wir eigentlich?

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  • Nun erarbeitet die andere Gruppe ihre Story

    Nun erarbeitet die andere Gruppe ihre Story

  • Und einfach ist der Text auch nicht

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  • Aus der einen Bildergeschichte

    Aus der einen Bildergeschichte

  • Da kann schon mal Heiterkeit aufkommen!

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  • Das hat nicht geklappt - einer der Spieler wird durch die Säule blockiert

    Das hat nicht geklappt - einer der Spieler wird durch die Säule blockiert

  • Die Beobachter sind bereit

    Die Beobachter sind bereit

  • Die Darsteller haben mal wieder einen Lachanfall

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Academy

31. August 2019

Volker Volker

In gewisser Weise ist Film ja nichts anderes als viele Fotos hintereinander. Und so lassen sich Filme, bzw. ihre Erzählmechanismen, auch ganz gut über Bildergeschichten studieren. Als ersten solchen Ausflug durften zwei Gruppen jeweils eine kleine Story erarbeiten und mussten sie nur mit einer (unbearbeiteten) Folge von Fotos erzählen. Das war ganz schön ungewohnt, musste doch sozusagen der Schnitt schon vor den Dreharbeiten feststehen. (Wenn Filme gedreht werden hat der Regisseur zwar meistens eine Idee, wie der Schnitt aussehen soll, aber das ändert sich im Schnitt mitunter massiv.)

Die jeweils andere Gruppe beschäftigte sich mit ihrer Stimme. Denn obwohl Film ein visuelles Medium ist, ist der Ton ebenfalls extrem wichtig - je nach Genre redet man von bis zu 80% des Eindrucks. Und so ist es ziemlich uncool, wenn die Darsteller kaum verständlich sind. Sei es, weil sie zu leise oder schlicht undeutlich sprechen. Letzteres kann sich eigentlich nur Marlon Brando leisten...

Fachbegriff

Fachbegriff

Marlon Brando

Marlon Brando gilt als einer der bedeutendsten Schauspieler und ist insbesondere durch "Der Pate" ("The Godfather") bekannt. Er soll vor allem während der Drehs stark genuschelt haben - um sich später während der Nachsynchronisation ganz auf die Stimmarbeit konzentrieren zu können. Ob da wirklich was dran ist wissen wir nicht, aber es ist zumindest eine schöne Legende...

So arbeiteten wir erst ein bisschen an der Sprechtechnik, wie man zum Beispiel ohne seine Stimme überzustrapazieren laut reden kann. Dann folgte einer unserer Klassiker als Übung im deutlich Sprechen. Der lange und mit einigen ungewohnten Wörtern gespickte Text eines Reporters aus einem Krisengebiet forderte die Jungs nur schon aus diesem Grund und führte zu einigen tollen Verprechern. Eines der Highlights war sicher der "Marienstützpunkt", der nichts mit Maria zu tun hatte, sondern ein "Marinestützpunk" hätte sein sollen...

Emil

Emil

Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine machte zuerst eine Szene nur mit Bildern, die wenn man sie nacheinander anschaut eine Story ergeben. Das war sehr spannend, da wir uns die Geschichte selbst ausdachten und planten. Die andere Gruppe machte eine Übung zum laut und deutlich Sprechen. Dazu haben wir uns hingestellt und versucht, einfach mal laut und deutlich zu sprechen. Danach haben wir es mit verschiedenen Tricks versucht, wie zum Beispiel die Arme so zu bewegen als würden wir das Lungenvolumen erweitern. Das ging gleich viel besser. Anschliessend haben wir den Text eines Reporters aus einem Film bekommen den wir dann vorlesen mussten. Es gab auch viele lustige Fails, zum Beispiel "gestriegen" statt "gestrigen". Als beide Gruppen fertig waren wechselten wir.

Der Nachmittag begann mit der Auswertung der Bildergeschichten. Hier zeigte sich deutlich der Unterschied der beiden Gruppen: Während die eine Gruppe recht methodisch an die Sache herangegangen war und ihre Story wirklich erst geplant und dann umgesetzt hatte, hatte die andere Gruppe schnell die Lust am Planen verloren. Zwar hatten beide Gruppen nur eine Szene ge"dreht", der Barüberfall der planerischen Gruppe fühlte sich dennoch viel mehr wie eine Geschichte an als die Kampfsequenz der anderen Gruppe.

Für den Rest des Tages ging es dann wieder um Schauspiel. Auch um Text - es waren "reine" Dialogszenen - aber besonders darum, den Text natürlich und nicht rein aufgesagt vorzutragen. Und natürlich darum, auf die Texte zu reagieren. Es ist nämlich oft nicht einfach, vor lauter Gedanken an den Text nicht komplett zu erstarren - oder dauernd rumzuzappeln. Auch hier war der Text erstmal ein Hindernis, zumal der Kontext zuerst nicht allen klar war. Doch dann wurden die Durchgänge immer besser. Leider war keine Zeit mehr, die Originale zu schauen und aus ihnen zu lernen. Ein anderes Mal!