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  • Sieht irgendwie gemütlich aus, ist es auf Dauer aber nicht: Auf dieser Liege musste Norjc zwei Tage verbringen

    Sieht irgendwie gemütlich aus, ist es auf Dauer aber nicht: Auf dieser Liege musste Norjc zwei Tage verbringen

  • Eine der vielen Szenen im Labor

    Eine der vielen Szenen im Labor

  • Eine Verfolgungsjagd, aber nicht aus dem Film, sondern aus der Freizeit

    Eine Verfolgungsjagd, aber nicht aus dem Film, sondern aus der Freizeit

  • Futter! Haben wir schon erwähnt, wie wichtig das ist?

    Futter! Haben wir schon erwähnt, wie wichtig das ist?

  • Ganz relaxt: Lucas mit dem Boom

    Ganz relaxt: Lucas mit dem Boom

  • Emil hochkonzentriert an der Funkschärfe

    Emil hochkonzentriert an der Funkschärfe

  • Ganz schön eng um die Liege herum!

    Ganz schön eng um die Liege herum!

  • Nach drei Tagen im Labor sind alle irgendwie durchgeknallt

    Nach drei Tagen im Labor sind alle irgendwie durchgeknallt

  • Wir angeln uns einen Lamellenladen...

    Wir angeln uns einen Lamellenladen...

  • Manchmal ist WädiWOOD auch ein Möbeltransportunternehmen

    Manchmal ist WädiWOOD auch ein Möbeltransportunternehmen

  • Andrin richtet das 'Minischätzli' ein. Es liefert die Bilder der Überwachungskamera

    Andrin richtet das 'Minischätzli' ein. Es liefert die Bilder der Überwachungskamera

  • Auch die älteren Darsteller posen gerne

    Auch die älteren Darsteller posen gerne

  • So nah an den Darsteller darf das Mikrofon nur wenn ein Closeup gedreht wird

    So nah an den Darsteller darf das Mikrofon nur wenn ein Closeup gedreht wird

  • Die Schutzbrille ist nicht deshalb nötig, weil das Vorbereiten der Kamera so gefährlich wäre, sondern weil wir in einem Lagerraum für Chemikalien drehen

    Die Schutzbrille ist nicht deshalb nötig, weil das Vorbereiten der Kamera so gefährlich wäre, sondern weil wir in einem Lagerraum für Chemikalien drehen

  • Unsere Elektroabteilung verkabelt die Deckenleuchten neu

    Unsere Elektroabteilung verkabelt die Deckenleuchten neu

  • So viele Diffusoren sind nötig, um die Morgensonne zu bändigen

    So viele Diffusoren sind nötig, um die Morgensonne zu bändigen

  • Timo geniesst es, die Kamera zu bedienen

    Timo geniesst es, die Kamera zu bedienen

  • Nachdem sie uns beste Dienste erwiesen haben geht es für die Bossmöbel bald auf die Heimreise

    Nachdem sie uns beste Dienste erwiesen haben geht es für die Bossmöbel bald auf die Heimreise

  • Fun and Games

    Fun and Games

  • Der Bossraum und wir - das Team der dritten Drehwoche

    Der Bossraum und wir - das Team der dritten Drehwoche

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Drehzeit 2018 - Teil 3

6. - 14. Oktober 2018

Volker Volker

Neben der schon gewohnten Schwierigkeit, gewisse Drehorte zu finden, war die Vorbereitung der letzten Drehwoche - wie ebenfalls üblich - auch eine planerische Herausforderung. Die möglichen Termine der Darsteller vom Boss und seinem Assistenten sowie die Verfügbarkeit der Drehorte unter einen Hut zu bringen war gar nicht einfach, klappte schliesslich aber doch erstaunlich gut.

So starteten wir gleich mit einem Marathon: Drei Tage lang durften wir uns in einem Chemielabor einquartieren. Es bot uns eine ideale Umgebung für eine ganze Ladung Szenen, ohne dass wir dafür gross Einrichtungsarbeit leisten mussten. Der Vorteil daran, so lange an einem Ort zu sein ist, dass sich die Darsteller und auch die Technik dort sozusagen einleben können, was der darstellerischen Leistung einerseits und den Abläufen hinter den Kulissen klar dienlich ist.

Norjc

Norjc

Also ich fand es sehr toll auch wenn es anstrengend war. Ich musste zwei Tage liegen. Das war sooooo streng - ich weiss es klingt komisch, aber es ist so! Aber ich habe es überstanden.

Leidtragender dieser Zeit war Norjc, der zwei der drei Tage fast vollständig auf eine Liege geschnallt verbringen musste. Was scheinbar der Traumjob schlechthin ist, wird aber auf die Dauer anstrengend und unbequem. Das war in gewisser Weise zwar eine Hilfe, da sich die Rolle auf der Liege alles andere als wohl fühlen soll. Aber nur beschränkt Trost. Dafür folgte am dritten Tag eine gewisse Genugtuung, als Andrin, der Norjc damit aufgezogen hatte, dass er sein Privileg nicht zu schätzen wisse, erkennen musste, dass es wirklich nur sehr begrenzt cool ist, den ganzen Tag auf einer Liege zu verbringen. Selbst wenn man nicht drangeschnallt ist.

Emil entdeckte derweil seine Leidenschaft für die Funkschärfe, und Timo freute sich, dass viele der Einstellungen vom Stativ gedreht wurden und er deshalb problemlos die Kamera übernehmen konnte. (Mit einem "Lebendgewicht" von rund 5kg und der begrenzten Handlichkeit der Kamera ist es für die Kids kaum möglich, länger als 1-2 Takes aus der Hand, also ohne Stativ, zu filmen.) Da Florian erst später kommen konnte, machte sich Lucas um den Boom verdient. Aber es musste auch abgewechselt werden, nur schon, damit nicht einer die ganze Zeit den "Schoggijob" machen durfte. Obwohl oder gerade weil das sehr individuell ist.

Emil

Emil

Ich fand den Herbst cool weil er für mich anders war als sonst, denn ich habe im Herbst eher Technik gemacht als Schauspiel. Ich habe in der Technik aber auch Spass, denn ich habe den Fokus entdeckt. Der Fokus ist dazu da, dass das Bild scharf bleibt. Wir haben an verschiedenen Orten gedreht. Zum Beispiel in einem Labor, aber auch wieder im alten Bürogebäude. Zum ersten Mal in der Laufbahn von WädiWOOD haben wir ein Set komplett selbst eingerichtet, und das war der Bossraum. Somit haben wir den Film zur Hälfte fertig, jetzt fehlt nur noch der Schnitt.

Dafür folgte am Dienstag ein recht geruhsamer Tag. Wir verbrachten den Vormittag damit, den Dreh im Bossraum vorzubereiten. Da war erstmal ein gehöriger Kraftakt angesagt. Denn obwohl unser leerstehendes Bürogebäude ein Bürogebäude gewesen war, war es eben auch insbesondere eins: leerstehend. Es gab also Büros. Aber keinerlei Einrichtung. Diese in Brockenhäusern oder auf Onlineauktionen zusammenzusuchen wäre extrem aufwendig geworden. Schliesslich hatten wir eine bessere Lösung entdeckt: Ein Händler für gebrauchte Büromöbel bot auch die Option, sie zu mieten. Was eigentlich für Firmen gedacht ist, die nicht in eigenes Mobiliar investieren wollen, funktionierte auch für uns.

Diese Möbel hatten wir zwar eine Woche zuvor mit unserem Anhänger abgeholt und im Gebäude abgestellt. Aber eben nicht mehr. Denn Büromöbel sind leider insbesondere schwer. Und meist nicht zerlegbar. So entschieden wir uns, nicht den ursprünglich geplanten Raum im 3. Stock zu verwenden, sondern einen mit ebenerdigem Zugang. Dennoch war es ein ziemlicher Kraftakt, die Möbel in den Raum zu kriegen!

Ein anderer uncooler Nebeneffekt des anderen Raums war, dass in diesem die Lamellenläden nicht hochgefahren waren, was sich mangels Stromversorgung nicht einfach beheben liess. Aber wir benötigten das Tageslicht zur Hilfe bei der Beleuchtung. Den gleichen Stunt wie im Sommer konnten wir nicht riskieren. Denn der Raum hatte zwar einen ebenerdigen Zugang, aber die Fenster waren im ersten Stock... Und sie sind so gebaut, dass sie sich nur einen Spalt öffen lassen. So wurden zwei von uns kreativ und angelten mit Hilfe von Schnur und Kleiderbügeln die Lamellen, die sie dann hochziehen konnten. Tönt kompliziert? War es auch. Aber es hat geklappt.

Am Nachmittag drehten wir zur Entspannung noch einige kleine Szenen im Keller mit seinen coolen Räumen und auf dem Vorplatz.

Timo

Timo

Es war sehr cool, denn es hat Spass gemacht, besonders weil ich mehr an der Kamera war. Und wir waren an cooleren Locations, besonders das Filmen im Bossroom fand ich ziemlich cool.

Für den Mittwoch war zwar nur eine grosse Szene in drei Teilen geplant, aber die hatte es in sich. Einerseits war sie lang, andererseits aufgrund der Effekte sehr komplex. René hatte sich das im Vorfeld genau zurechtgelegt. Aber ausgerechnet an diesem Tag spielte ihm sein Magen einen Streich, und er musste uns die Szene überlassen. Leider hatten wir vorher nicht Gelegenheit gehabt, seine Planung zu besprechen. Und so mussten wir - mal wieder - improvisieren. Dass es nun Herbst war und die Tage entsprechend kürzer machte es nicht einfacher. Ob es geklappt hat? Wissen wir nicht. Also wir haben die Aufnahmen, die wir zu benötigen glauben. Aber ob das alles wirklich zusammenpasst wird sich mal wieder erst im Schnitt zeigen.

Florian

Florian

Ich machte zwar immer noch viel den Boom und Rekorder, doch manchmal war auch jemand anders dafür zuständig, dem ich dann alles erklären konnte. Ich bin selbst erstaunt wieviel ich schon gelernt habe, weiss aber auch wieviel ich noch zu lernen habe. Ich freue mich auf weitere spannende Jahre mit dem Team!

Am Donnerstag Vormittag folgte ein weiteres Highlight: Wir durften in einem Lagerraum für Chemikalien drehen! Das ist erstmal ziemlich unspektakulär, da alle Chemikalien in Behältern in Schränken stehen. Aber es stehen da eben einerseits sehr viele - so viele Behälter hätten wir nie beschaffen können - aber auch ziemlich gefährliche. Und so mussten wir uns dran gewöhnen, mit Schutzbrillen zu arbeiten. Nur die beiden Darsteller durften während der Aufnahme darauf verzichten.

Am Nachmittag stand dann nochmal Vorarbeit an. Unser Bossraum sah zwar schon gut aus, war aber noch nicht wirklich fertig. Während ein Teil der Crew loszog, um die fehlenden Dinge zu organisieren, erhielt ein anderer Teil die Aufgabe, zu versuchen, ob wir die Deckenbeleuchtung in Gang kriegen würden. Wir hatten herausgefunden, dass die Lampen in der Zwischendecke an normalen Steckdosen hingen. Aber sie waren eben auch mit der Lichtsteuerung verbunden, die wir nicht würden wiederbeleben können, und es war ungewiss, ob sie ohne die überhaupt brennen würden. So öffneten wir also die Decke. Und siehe da: Es klappte! Die vollständige Verkabelung zu unserem Generator war danach reine Fleissarbeit. Und als der Organisationstrupp zurückkehrte war der Raum endgültig bereit.

Lucas

Lucas

Die letze und gleichzeitig die anspruchsvollste Drehwoche hat mir am besten von allen drei gefallen. Wir konnten an tollen Sets drehen, wie zum Beispiel einem Labor. Es hat wieder jede Menge Spass gemacht, da wir ein tolles Team sind. Wir hatten jede Menge Spass bei der Einrichtung vom "Bossraum" und wir Kids hatten Spass dabei, über der Decke die Kabel neu zu verlegen und das Licht in dieser Bruchbude in Gang zu bringen. Auch beim Dreh der Effekte mussten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen. Aus meiner Sicht gab es nicht irgendeinen Höhepunkt. Jeder Tag war wieder genauso toll wie der letzte.

Der Freitag war dann nochmal ein echt heftiger Tag: Wir mussten praktisch alle Szenen im Bossraum drehen, da unsere Erwachsenendarsteller nur dann Zeit hatten. Kurz gesagt: Es wurde ein ziemlich langer und anstrengender, aber auch erfolgreicher Tag.

Die letzte Szene im Bossraum beschäftigte uns den ganzen Samstagvormittag. Wirklich schwierig war sie zwar nicht, aber als Teil des Finales musste sie den Drive auch wirklich rüberbringen. Dass nach bald einer Woche alle recht müde waren, machte es nicht einfacher, sorgte aber für mehrere heitere Momente.

Florian

Florian

Besonders cool fand ich den Dreh im Bossraum, da dies die erste komplett von uns allein eingerichtete Location war. Es war spannend selber die Lampen und die ganze Einrichtung so zu gestalten, dass sie am Schluss perfekt in die Szene hineinpasste. Für mich war es cool mal selber für die Verkabelung der Lampen zu sorgen, was sonst in unserem Alltag selbstverständlich ist.

Und dann war der Bossraum bereits abgedreht. Wir beschlossen, die Gelegenheit zu nutzen, die Möbel noch am Samstag zurückzubringen. Aber davor hatten die Götter nochmal den Schweiss gestellt. Während der Grossteil der Crew schon die letzte geplante Szene in Angriff nahmen, machte sich der Rest daran, die Möbel wieder auf den Anhänger zu laden. Eines ist sicher: Möbelpacker beneiden wir nicht...

Dann stand nur noch Aufräumen an. Alle Requisiten, Kostüme, Ausstattung und die Technik mussten wieder eingesammelt und verpackt werden. Als wir mit dem Anhänger von der Möbelrückgabe zurückkamen war alles bereit. Da wir im Anhänger so viel Platz hatten schafften wir es, Material und Crew in einer Fahrt nach Hause zu bringen. Naja, einen Teil erstmal zum Ausladen. Dann das ganze Material musste wieder verstaut werden. Aber dann waren die Dreharbeiten zu Ende. Eine Szene fehlte zwar noch, aber die war eh für einen Nachdreh vorgesehen.

Andrin

Andrin

Dieser Teil des Drehs war eher locker, hatte aber auch mal anstrengende Tage. Am besten haben mir die drei Tage gefallen, wo wir das Labor gedreht haben, und der, an dem wir den Abschluss gemacht haben. Denn an diesen Tagen haben wir coole Sachen gemacht, wie Incredibles 2 schauen, und die Arbeit war sehr ausgeglichen anstrengend und spassig.

Der Sonntag war dann ganz der Entspannung und Belohnung gewidmet. Ein paar kamen schon am Vormittag, um ihre Erinnerung an den ersten Teil aufzufrischen, die anderen bevorzugten es, auszuschlafen. Zum Mittagessen ging's zum Burgerking, dann folgte, worauf sich alle gefreut hatten: "Die Unglaublichen 2". Nicht einfach irgendwie, sondern im 4DX-Kino!

Dann war es Zeit, Abschied zu nehmen. Wir sehen uns ja regelmässig, dennoch ist das Ende der Drehzeit immer auch ein Abschied. Es geht eine intensive gemeinsame Zeit zu Ende, die mit den normalen Treffen der Academy nicht zu vergleichen ist. Die letzte Drehwoche war geprägt von besonders guter Stimmung und einem tollen Teamgeist - allen ein grosses Kompliment und herzlichen Dank für den super Einsatz und eine tolle Woche!

Andrin

Andrin

Fazit zum kompletten Dreh: Ich fand es extrem spannend, unterhaltsam und einfach nur grossartig, so eine grosse Rolle spielen zu dürfen und freue mich auf die kommenden Projekte.

Mehr über die Drehzeit 2018

Dies ist nicht der einzige Bericht über die Dreharbeiten für unser Grossprojekt. Hier gibt's mehr:

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Das Highlight der diesjährigen Drehzeit: eine richtige Explosion!

Teasericon Blog: Drehzeit 2018 - Teil 2
Drehzeit 2018 - Teil 2

Die zweite Drehwoche: Unser eigenes Gebäude und andere Highlights

Teasericon Blog: Drehzeit 2018 - Teil 1
Drehzeit 2018 - Teil 1

Ein ausführlicher Bericht über den ersten Teil der Drehzeit

Teasericon Blog: Junge Gäste
Drehzeit 2018 - Junge Gäste

Ohne zwei junge Gäste hätten wir unser Projekt nicht machen können