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  • Vier Jungs und vier Velos: Alles bereit für die erste Szene

    Vier Jungs und vier Velos: Alles bereit für die erste Szene

  • Regieassistenz am Shotdesigner und der Mann am Tonrekorder können die Aussicht nicht geniessen

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  • So gut tut der Abwind einer Drohne in der Hitze!

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  • Auch eine Aufgabe der Regieassistenz: Im Drehbuch markieren was wie gedreht wurde

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  • Manchmal dürfen die Darsteller auch gemütlich sitzen

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  • Vorbereitung für einen Effektshot: Emil für einmal als Standin

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  • Grosse Szene im Restaurant - zum Glück sind noch kaum Gäste da!

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  • Enzo besucht uns im Rahmen des Ferienpasses und darf unter anderem auch an die Kamera

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  • Was diesen Heiterkeitsausbruch verlanlasst hat ist leider nicht mehr bekannt

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  • Gleich geht's los: Justin und Silas werden in die Zelle gebracht

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  • Warum der Tonmann hier in den Himmel angelt? Um nicht den direkten Sound zu kriegen wenn gleich die Türen knallen

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  • Auch Kamerafahrzeuge müssen wir improvisieren. Bei den Profis ist das deutlich bequemer gelöst...

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  • Ja, hier ist es so heiss und unbequem wie es aussieht

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  • Die Sicht der Regie auf die Szene

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  • Selbst im digitalen Zeitalter gibt es das zum Glück: Analoger Spielspass

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  • Auch ein Hauptdarsteller darf mal an den Ton

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  • Mehrfache Verfolgungsjagd zwischen Velos, Auto, Drohne und Drohnen-Operateur

    Mehrfache Verfolgungsjagd zwischen Velos, Auto, Drohne und Drohnen-Operateur

  • In dieser Länge ist der Boom wirklich schwer

    In dieser Länge ist der Boom wirklich schwer

  • Nein, er klappt nicht wirklich gleich zusammen, er bereitet sich nur auf die Szene vor

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  • Das Team der zweiten Drehwoche vor 'unserem' Gebäudekomplex

    Das Team der zweiten Drehwoche vor 'unserem' Gebäudekomplex

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Drehzeit 2018 - Teil 2

4. - 12. August 2018

Volker Volker

Bevor es mit der zweiten Drehwoche losgehen konnte hatten wir ein paar grössere Schwierigkeiten zu meistern. Es fehlte uns nämlich noch einiges. Nicht zuletzt unsere "Fabrik"-Location, das Hauptquertier der "Bösen". In und bei der würden wir einiges drehen müssen, nicht nur im Sommer, sondern auch im Herbst. Wie findet man sowas? Fast gar nicht. Dann aber fast vor der Haustür. Also eigentlich ganz in der Nähe der Arbeit. Da stand nämlich schon länger ein Bürogebäude leer. Eigentlich wollten wir ja eine Fabrik, aber je länger wir keine fanden, desto besser gefiel uns die Idee, einfach ein Bürogebäude zu nehmen. Und es zeigte sich, dass die zuständige Firma uns gerne unterstützte: Bingo!

Ähnlich herausfordernd gestaltete sich die Suche nach dem Firmenboss, der ebenfalls eine tragende Rolle hat. Ihn fand schliesslich einer unserer Jungleiter in der Nachbarschaft. Und als weitere Securitymitarbeiter konnten wir zwei unserer Ehemaligen begeistern.

So konnte endlich die zweite Drehwoche starten. Allerdings erstmal sehr unspektakulär mit einem Tag, der nur aus Materialtransport in "unser" Gebäude und dem Organisieren diverser Hilfsmittel bestand. So brauchten wir beispielsweise dringend einen improvisierten Kleiderständer, um die vielen Kostüme halbwegs geordnet aufbewahren zu können. Und wir mussten uns definitiv entscheiden, wo im Gebäude wir welche Szene drehen würden. Dabei mussten wir berücksichtigen, dass es im Gebäude keinen Strom mehr gab (und auch kein Wasser - Camping-WC ahoi!). Es musste also möglich sein, die Beleuchtung der Räume über einen Generator zu versorgen.

Lucas

Lucas

Mir hat die Woche sehr gefallen. Wir hatten jede Menge Spass und haben wieder mal gesehen wie viel Vorbereitung man für eine gute Szene braucht. Doch je besser die Vorbereitung desto besser wird der Film.

Am zweiten Tag ging es endlich richtig los. Als erstes stand eine Szene auf dem Programm in der vier der Jungs auf ihren Velos ein Gummibärchen finden das auf der Strasse liegt. Nur hatten wir die Szene in der es dort hin kommt noch gar nicht gedreht. Wir mussten also raten, wo es zu liegen kommen würde. Und uns dies für das folgende Wochenende merken.

Am Nachmittag ging es dann richtig zur Sache. Eine kleine Kampfszene stand auf dem Programm. Das ist jeweils ein echtes Highlight, benötigt aber auch eine ganze Menge Vorbereitung und Disziplin. Sonst geht schnell etwas schief, und das ist selbst dann nicht gut wenn keine "echte" Gefahr im Spiel ist.

Norjc

Norjc

Es hat Spass gemacht, weil ich den ShotDesigner bedienen durfte. Mit diesem Programm zeichnest du die Kameraperspektiven ein die gedreht werden. So weiss man was man schon gemacht hat und es hilft auch in der Nachbearbeitung beim Schnitt. Das fand ich cool weil ich immer was zu tun hatte. Ok, manchmal nicht, aber meistens schon.

Am nächsten Tag war der eine unserer Ehemaligen wieder im Einsatz. Diesmal aber nicht als Securitymitarbeiter, sondern als Drohnenpilot. In der Szene in der die Hauptpersonen beim Gebäude ankommen sorgte er nicht nur für Luftaufnahmen, sondern auch für eine willkommene Brise in der brütenden Hitze. Es war nämlich praktisch die ganze Woche heiss. Richtig heiss. Dass der grosse Vorplatz asphaltiert war machte die Sache nur schlimmer.

Glücklicherweise konnten wir uns am Nachmittag für eine weitere komplexe Szene in den Schatten des Nebengebäudes zurückziehen. Die Schauspieler hatten es für einmal gemütlich: Sie durften sitzen. Dafür musste sich die Technik mit den anstehenden Effektshots auseinandersetzen. Dass wir sie nicht mehr hatten ausprobieren können machte die Sache nicht einfacher. So mussten wir uns auf unsere Erfahrung und Intuition verlassen. Ob es geklappt hat? Das finden wir wohl erst nächstes Jahr heraus.

Florian

Florian

Ich war während des Dreh meistens für den Ton verantwortlich und habe bei laufender Kamera auch den Boom gehalten und manchmal auch den Rekorder gleichzeitig. Da mir diese Aufgabe sehr Spass gemacht hat versuchte ich auch anderen dies zu erklären und beizubringen. Auch für die Funkmikrofone war ich zuständig und allgemein für den Aufbau des Tons. Dazu gehört der Rekorder, der Boom, die Funkmikrofone und die Kabel zu legen.

Der Dienstag begann mit einem Besuch im Restaurant. Nicht, dass wir dort gefrühstückt hätten. Wir holten eine grosse Szene nach, die im Frühling der Zeit zum Opfer gefallen war. Am Vormittag waren wie geplant kaum Gäste anwesend, sodass wir problemlos eine ganze Ecke der grossen Terrasse in Beschlag nehmen konnten. Für die Darsteller war insbesondere eines nervig: Vor ihnen standen leckere Getränke, die sie aber nicht wirklich trinken durften! Sonst dreht nämlich die Continuity (die Person, die z.B. sicherstellt, dass Gläser in jedem Take gleich voll sind) durch.

Dabei hatten wir einen weiteren Gast: Enzo besuchte uns im Rahmen des Ferienpasses und durfte jede der Aufgaben hinter den Kulissen ausprobieren. Naturgemäss waren längst nicht alle sein Ding, aber er konnte sich ein gutes Bild machen, wie die Arbeit am Set läuft.

Am Nachmittag ging es zurück in unser Gebäude und in die wohlige Kühle des Kellers in dem wir das Set für die "Zelle" eingerichtet hatten. Glücklicherweise war es uns gelungen, uns in die Verkabelung zu "hacken", sodass wir die vorhandenen Neonröhren an unseren Generator anschliessen konnten und so einen Grossteil der Beleuchtung bereits erledigt hatten.

Andrin

Andrin

Was mir auch noch sehr gefallen hat war der Tag als wir die Szene unserer Gefangennahme an Änderungen, die wir in anderen Szenen vorgenommen hatten, anpassen mussten. Da hatte ich freies Spiel in einem gewissen Rahmen.

Zur Wochenmitte standen ein grösserer Ausflug und mit der Explosion das Highlight der Woche an. Am Morgen regnete es, was alle dankbar annahmen, zumal es - als hätten wir das mit Petrus abgesprochen - aufhörte als wir am Drehort angekommen waren. Während sich das Special Effects Team, das wir hatten aufbieten können, auf den eigentlichen Höhepunkt vorbereitete, standen ein paar andere Szenen an, die bestens in das abgesperrte Gelände passten. Auch hier war wieder Velofahren angesagt. In Ermangelung eines echten Kamerafahrzeugs improvisierten wir mal wieder. Keineswegs bequem, aber das ist in so einer Situation ziemlich egal. Was zählt sind die Aufnahmen. Und die sind laut Regie gut geworden.

Obwohl alle nach der Explosion ganz schön erschöpft waren und wieder Regen drohte, drehten wir noch eine Szene für die wir hier ebenfalls eine wunderbare Ecke gefunden hatten. Dank der Müdigkeit fiel es den Darstellern recht leicht, in die bedrückte Stimmung zu finden. Aber die Konzentrationsfähigkeit hatte gelitten, sodass wir erst fertig wurden, als es schon wieder zu tröpfeln begann. Was aber durchaus zur Szene passte.

Csongor

Csongor

In der Sommerdrehwoche mussten wir die grossen Sachen drehen, so wie die Explosion. Aber wir mussten auch so gut wie alle Fabrikszenen nachher im Kasten haben. Also hatten wir recht schön viel zu tun!

Am nächsten Tag war es wieder heiss wie zuvor. Dass ein grosser Teil der Szenen nicht nur draussen, sondern in der Sonne und an einem unbequemen Hang spielte, machte die Arbeit nicht einfacher.

So waren alle glücklich, dass der folgende Tag wieder in der "Zelle" begann wo es angenehm kühl war. Aber am Nachmittag ging es doch nochmal raus in die Sonne, die unbarmherzig aufs Nebengebäude brannte.

Am Samstag stand dann nochmal was ganz Besonderes auf dem Programm. Für die grosse Verfolgungsjagd zwischen Auto und Velos hatten wir uns bei der Ortspolizei die Bewilligung geholt, eine (glücklicherweise eh wenig befahrene) Strasse jeweils während der Takes zu sperren. So bekam ein Teil der Mannschaft die beschränkt spannende Aufgabe, mit Warnweste bekleidet sicherzustellen, dass während die Kamera lief keine anderen Fahrzeuge auf der Strasse waren. So fuhren wir den halben Tag mit Autos und Velos hin und her und versuchten, die richtigen Perspektiven zu finden.

Florian

Florian

Eine Szene der vielen die wir diese Woche gedreht haben war eine Verfolgungsjagd auf Velos mit einem Auto. Für diese Szene sind wir sogar mit einem Auto in dem der Kameramann die Regie (+Fokus) und der Ton sass gefahren. Mit diesem haben wir verschiedene Kamerafahrten gedreht.

Am letzten Tag trat unser Firmenboss zum ersten Mal in Aktion. Aber da wir nicht einen ganzen Gang im Gebäude hätten beleuchten können, wählten wir ein langes Büro, dessen Wand bei geschickter Wahl der Perspektive als Gang durchgehen konnte. Dort würden uns die Fenster das nötige Licht spenden. Nur waren die Lamellenläden in den unterschiedlichsten Positionen und liessen sich ohne Strom nicht einfach öffnen. So turnten wir etwas an der Fassade herum - zum Glück im Erdgeschoss - und nutzen unseren Freund das Ducttape (der silberne und stärker klebende Bruder vom Gaffertape), um die nach oben geschobenen Lamellen zu blockieren. Es lebe die Improvisation!

Und dann war die Woche bereits zu Ende. Es fehlte "nur" noch das Aufräumen. Schliesslich musste alles wieder geordnet nach Hause. Wir würden zwar im Herbst wieder zurückkehren, aber das Material konnten wir dennoch nicht so lange im Gebäude lassen. So waren alle erschöpft als es endlich geschafft war. Zu erschöpft, um noch das Glacé nachzuholen, das wir ursprünglich für den Dienstag geplant hatten. Und das will was heissen. Aber es war eine tolle Woche. Zwar nicht als Lager (als endlich klar war, wo wir würden drehen können, fand sich leider kein freies Lagerhaus mehr), aber dennoch mit einer tollen Gruppe und guter Stimmung.

Emil

Emil

Ich fand den Sommer sehr toll, besonders die Explosion und Szene 90, weil wir da ein Getränk spendiert bekommen haben. Speziell war es im Sommer da es kein Lager war. Deswegen wurden wir jeden Morgen abgeholt und jeden Abend nach Hause gebracht.

Ach ja, da war noch was. Das grosse Highlight. Die Explosion! Aber die hat ihren eigenen Blog verdient: Drehzeit 2018 - Explosion

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Drehzeit 2018 - Junge Gäste

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