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  • Was es wohl mit all diesen Puzzleteilen auf sich hat?

    Was es wohl mit all diesen Puzzleteilen auf sich hat?

  • Die entstehenden Bilder sollen was mit dem Thema Story zu tun haben

    Die entstehenden Bilder sollen was mit dem Thema Story zu tun haben

  • Auch Bewegung muss sein (Emil)

    Auch Bewegung muss sein (Emil)

  • Fabio und Njal puzzeln

    Fabio und Njal puzzeln

  • Arbeit an der Logline (Emil)

    Arbeit an der Logline (Emil)

  • Fabio beobachtet sich im Spiegel

    Fabio beobachtet sich im Spiegel

  • Weitere Arbeit an der Logline: Emil und Lucas

    Weitere Arbeit an der Logline: Emil und Lucas

  • Chlüpperlifangis: Lucas greift Emil an

    Chlüpperlifangis: Lucas greift Emil an

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Bonuscademy "Story"

10. September 2016

Volker Volker

Der Tag begann mit einer Mischung aus körperlicher und geistiger Betätigung. Die erste Aufgabe derer, die sich für die Bonusacademy entschieden hatten, bestand nämlich daraus, mehrere Bilder aus Puzzleteilen zusammenzusetzen. Und diese Teile mussten sie einzeln holen. Ein paar der Bilder waren schnell fertig, bei anderen dauerte das Puzzeln deutlich länger - weisse Flächen sind da besonders fies...

Dann waren die Bilder fertig, und die grosse Frage war: Was haben sie mit dem Thema der Bonusacademy, nämlich "Story", zu tun? Der Hai war denen die schon länger dabei sind natürlich geläufig. Aber bei der Golden Gate Bridge und einem Mann, der Kätzchen durchs Wasser trägt, war das keineswegs offensichtlich.

Das zentrale Unterthema des Tages war die "Logline". Das ist die Zusammenfassung einer Story in idealerweise nur einem (und möglichst nicht gerade Thomas-Mann-langem) Satz. Dabei geht es weniger um die Nacherzählung, sondern um das Wecken von Interesse gepaart mit der Darstellung von Thema und Konflikt. Eine mittelmässige Logline lässt sich beispielsweise nach folgendem Schema bauen:

Ein(e) [Eigenschaft] [Person / Charaktertyp] muss unbedingt [Ziel], weil sonst [etwas schlimmes passiert]. Er/sie erreicht dies durch [Aktionen gegen Widerstand] und lernt dabei [etwas über das Thema des Films].

Die Logline ist ein wichtiger Teil der Arbeit an einer Story, aber keineswegs der einzige. Ebenfalls unverzichtbar ist, dass die Zuschauer den Helden (bzw. die Heldin) mögen. Denn sonst ist es ihnen im schlimmsten Fall völlig gleichgültig, ob er sein Ziel erreicht oder nicht. (Und ja, in Storys geht es letztlich immer um ein Ziel, das gegen Widerstand erreicht werden muss.) Eine gute Möglichkeit, die Zuschauer für den Helden zu begeistern ist ein sogenannter "save the cat"-Moment. Das kann die namensgebende Rettung eines süssen Kätzchens sein, muss es aber keineswegs. Hauptsache, die Zuschauer erkennen die positive, menschliche Seite des Helden und mögen ihn deshalb.

Zur Auflockerung stand über Mittag ein Ausflug nach Thalwil auf dem Programm. Dort haben wir nämlich einer Schule geholfen, einen eignen kleinen Spielfilm auf die Beine zu stellen. Und diese Premiere konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Es war toll zu sehen, wie Schüler und Lehrkräfte gleichermassen stolz auf ihr Werk waren!

Anschliessend war dann wieder Theorie angesagt: Die Brücke ist eine andere Sicht auf den Hai. Sie kommt mehr aus der Sichtweise der Entstehung einer Story. Denn wie auch bei einer Brücke baut man typischerweise erst die Pfeiler und hängt dann die Fahrbahn bzw. die Story daran auf. Die Hauptpfeiler einer Story sind das Problem, welches der Held lösen muss, sowie dessen Lösung. Der ganze Rest der Story basiert darauf.

Ein grosser Teil des Tages bestand dann daraus, Ideen für Loglines für unser nächstes Projekt zu basteln. Das stellte sich als deutlich schwieriger heraus als man denken würde. Denn der Schlüssel zu einer guten Logline ist die maximale Verdichtung, die dennoch alle wichtigen Elemente dessen was die Stroy wirklich ausmacht enthält, oder andeutet.

Schaffst Du es, eine knackige Logline für Deinen Lieblingsfilm zu erstellen?