
PlateUnter einer Plate versteht man eine Aufnahme nur des Hintergrunds einer Einstellung ohne Darsteller und je nach Bedarf auch ohne gewisse Elemente des Bühnenbilds. Dabei ist es äusserst wichtig, dass der Bildausschnitt für die Plate absolut identisch zur eigentlichen Einstellung ist. Das ist praktisch nur möglich, wenn vom Stativ gedreht wird und die Kamera kein bisschen bewegt wird. (Profis können mit einem sogenannten Motion Control System, letztlich einer Art Roboter, der die Kamera bewegt, auch bewegte Plates realisieren.) Die Plate ist die Basis für viele Visual Effects. |
||
SynchronSynchron bedeutet zeitgleich oder gleichlaufend. Im Film ist es sehr wichtig, dass Bild und Ton immer synchron sind, egal ob sie aus völlig verschiedenen Quellen stammen oder nicht. Fehler fallen am meisten auf, wenn die Ursache für ein Geräsch klar zu sehen ist und den Moment dafür vorgibt (z.B. eine Tür die zuknallt), oder bei Sprache, wenn die Lippen sichtbar sind. Deshalb redet man oft auch davon, dass der Ton lippensynchron sein muss. |
||
PreVizUnter Pre-Visualization oder kurz PreViz versteht man den Versuch, sich vor den Dreharbeiten ein Bild zu machen, wie der Film am Schluss aussieht, welche Einstellungen gedreht werden müssen usw. Dabei können ganz verschiedene Techniken eingesetzt und auch unterschiedliche Detailziele verfolgt werden. So kann man in der PreViz malen, mit Modellen arbeiten oder schon ganze Filmchen am Computer z.B. in einem 3D-Programm berechnen. Dabei kann es um Einstellungen, Einstellungsabfolgen, oder schon den Schnittrhythmus gehen. |
||
Bis ein Film wie "Zweite Chance" fertig ist, muss einiges passieren. Schon die Dreharbeiten gestalteten sich diesmal deutlich komplexer als in früheren Jahren, da die Effekte bereits von Anfang an berücksichtigt werden mussten. Dies bedeutete nicht nur, dass (fast) konsequent vom Stativ gedreht werden musste (was sowieso eine gute Idee ist...), sondern z.B. auch, dass zumindest in den entscheidenden Einstellungen jemand daran denken musste, dass die sogenannte Plate aufgenommen wird. Dabei ward es für das Beleuchtungsteam zum Teil ziemlich schwierig, die Scheinwerfer wieder genau gleich wie während der Aufnahme zu schalten - ohne die Schauspieler als Referenz geht da schon mal was daneben...
Der Drehort in Aathal ist so gut wie perfekt. Er unterstützt die Stimmung des Films wunderbar, und wir konnten arbeiten, wann immer wir wollten. Dass wir auch gleich dort übernachten konnten, ermöglichte uns, Szenen auch mal mitten in der Nacht noch fertig zu drehen. In einer Nacht war es halb Zwei, bis wir in die Schlafsäcke kamen... Diese Flexibilität war wesentlich dafür verantwortlich, dass wir - erstmals seit "Das Geschenk" - nicht nachdrehen mussten.
Dann folgte die Postproduction (Nachbearbeitung, oder kurz Post), in der die rund acht Stunden Aufnahmen gesichtet und zu einem spannenden Film zusammengesetzt werden mussten. Neben dem reinen Schnitt haben uns vor allem die über dreissig Effect Shots in Atem gehalten. Für einen zweisekündigen Effekt arbeitet man schnell mal acht Stunden... Nicht zu vergessen der separat aufgenommene Originalton, der optimiert und dann synchron in den Film übernommen werden musste. Verglichen damit erledigte sich das Thema Musik dank Christophs toller Arbeit geradezu von selbst. Trotz der Feiertage wurde der Film planmässig am 28. Dezember 2006 fertig.
|
Die Klappe ist ein fast unersetzliches Hilfsmittel bei der Synchronisation des extern aufgenommenen Tons. |
Hier entsteht die Story. |
||||
|
Der Drehort, wenn er nicht von WädiWOOD benutzt wird. |
René bei der PreViz. |
||||
|
Auch während der Arbeit geht's öfters lustig zu und her. |
Was hier geprobt wird sieht im Film ganz anders aus... |
||||
|
Die Zeitmaschine im Bau. |
Ein kleiner Teil des Materials am Drehort. |
||||
|
Christian knüpft die Blachenwand. |
Das erste Mal geschminkt zu werden ist für Azaroths Helfer doch etwas Spezielles. |
||||
|
Für einmal muss Valentin als Reflektorhalter ran. |
Die Feuerwehr hilft - auch wenn's mal nur um Regenerzeugung geht. |
||||
|
Zwischendurch bekriegen sich die Darsteller am Computer mit Würmern. |
Wieder zu Hause! Doch jetzt muss erst der Kleinlaster ausgeladen werden... |
||||
|
Ein Angebot der Reformierten Kirche Wädenswil |
Copyrights (c) 2006-2007 by WädiWOOD, all rights reserved Kontakt aufnehmen aktualisiert: 06. 01. 2007 |